Großer Erfolg für deutsche Mannschaft bei der Internationalen Olympiade in Informatik

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2 x Gold und 2 x Bronze

Vom 5. bis 12. September fand in Setúbal, südlich von Lissabon, die 10. Internationale Olympiade in Informatik IOI’98 statt. Wie in jedem Jahr entsandte die Bundesrepublik Deutschland auch diesmal wieder ein Team aus vier Schülern:

unter der Leitung von Dr. Gabriele Reich, Bonn, und Dr. Günter Scheu, Pforzheim.

Insgesamt beteiligten sich an der IOI’98 248 Jugendliche aus 65 Nationen, weitere Länder hatten Beobachter entsandt.

Die Jugendlichen mußten an zwei Tagen zeigen, wie gut sie ihre Informatikkenntnisse in lauffähige Programme umsetzen konnten. Sie hatten jeweils 5 Stunden Zeit, um am PC 3 Aufgaben zu lösen. Am ersten Tag waren die Aufgaben noch recht einfach, um allen Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, einige Punkte zu gewinnen. Am zweiten Tag wurde es dann richtig schwierig, beispielsweise mußte der Umfang von teilweise übereinanderliegenden Rechtecken bestimmt werden.

Karsten Sperling und Timo Burkard gewannen mit 670 bzw. 650 von 700 möglichen Punkten jeweils eine Goldmedaille; Jens Zumbrägel und Simon Giesecke mit 450 bzw. 390 Punkten jeweils eine Bronzemedaille.

Insgesamt wurden 22 Goldmedaillen, 40 Silbermedaillen und 59 Bronzemedaillen vergeben. Vier Teilnehmer (aus China, Rumänien, Rußland und Südafrika) erreichten mit 700 Punkten die höchste mögliche Punktzahl. Wie üblich ging ein Großteil der Goldmedaillen an östliche Länder; Slovakien gewann vier Goldmedaillen, China und Polen jeweils drei, Deutschland und Südkorea jeweils zwei. Weitere Goldmedaillen gingen an Großbritannien, Schweden, Ungarn, USA und Vietnam.

Neben dem Programmieren stand ein Besuch auf der EXPO’98 in Lissabon auf dem Programm; außerdem gab es die Möglichkeit zu zahlreichen sportlichen Aktivitäten, die von den Teilnehmern gerne genutzt wurde.

Gabriele Reich